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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und
Traditionelle Europäische Medizin (TEM)

Ursprung
Der Ursprung dieser beiden traditionellen Therapieformen reicht mehrere Jahrtausende zurück. Seitdem haben Millionen von Patienten von diesen Therapiemethoden profitiert. Derzeit werden sie von etwa 1,5 Mrd. Mensche
n mit Erfolg benutzt.

Geschichte der TEM
Die Traditionelle Europäische Medizin wurde während mehrerer tausend Jahre durch viele Einflüsse geformt. Nicht nur griechische, römische und arabische Therapieansätze und Arzneimittel, sondern auch uralte keltisch druidische andere lokale Medizinformen prägten die TEM.

Bis vor rund 900 Jahren betrachteten auch die Menschen in Europa Körper, Geist und Seele als untrennbar miteinander verwoben. Der Mensch wurde als komplexe Einheit verstanden. Erst im 12. Jahrhundert begann die Aufspaltung dieser holistischen Sichtweise. Körperlich-weltliches wurde vom Geistig-seelischem getrennt. Medizin wurde fortan an den weltlichen Universitäten (Schulmedizin) gelehrt; für geistig-geistliche und seelische Belange war die Kirche zuständig.

Gegnerin dieser Spaltung war die bekannte Ärztin und Äbtissin Hildegard v. Bingen, die den Mikrokosmos Mensch als Teil des Makrokosmos verstand. Im weiteren Verlauf der Geschichte vertiefte sich diese Spaltung - in den seelischen Bereich der Kirche, den körperlichen Bereich der Schulmedizin und den geistigen Bereich der Psychiatrie/Psychologie.

Im letzten Jahrhundert wurden auch diese drei Grundrichtungen einer weiteren Differenzierung und Spezialisierung unterworfen. Die Perspektive vom Menschen als Einheit wandelte sich zu einer mechanistisch-detaillistischen Sichtweise.

Heute stehen wir gerade deshalb vor der Problematik, den Menschen nicht mehr als zusammengehöriges, wechselseitig beeinflußbares Individuum wahrzunehmen, sondern ihn über die Summe seiner Funktionen zu definieren. Die daraus resultierende Frage eines strategisch sinnvollen Therapieansatzes konfrontiert uns mit den verschiedenen Ansätzen eines Menschen- und Krankheitsverständnisses. Keine Entweder-Oder-Lösungen sind gefragt. Vielmehr besteht die Herausforderung in der Kombination der verschiedenen Denkansätze. Das Ziel ist eine optimale Therapie, die über die gegenwärtig übliche praktizierte Methodik hinausreicht, und uns gleichzeitig zurückführt zu unserer Tradition, unseren ureigensten Wurzeln.

Sichtweise
Die moderne westliche Medizin hat ein mechanistisches Körperbild. Sie zerlegt ein Krankheitsbild in Einzelteile. Die Behandlung bleibt meist auf einzelne Körperteile beschränkt. Und: Die Therapie setzt meist erst dann an, wenn der Mensch schon krank ist und es bereits zur "Katastrophe im System" gekommen ist. Die Traditionellen Therapieformen der TCM und TEM betrachten immer den ganzen Menschen. Die Prävention ist integraler Bestandteil der Heilbehandlungen. Sie kümmern sich um ein harmonisches Zusammenspiel des Stoffwechsels und der körpereigenen Selbstregulationsmechanismen. Dabei ist die wechselseitige Abhängigkeit von Körper, Seele und Geist von Bedeutung.

Untersuchung
Der traditionell ausgebildete Arzt sucht im Gespräch nach den Ursachen, die zu einer Erkrankungen führen. Das Gesamtbild wird vervollständigt durch die spezifische Puls- und Zungendiagnostik. Auf dieser individuellen Diagnose basiert der Therapieplan. Er wird im Verlauf der Behandlung immer wieder an den Heilungsverlauf angepaßt.

Wiederherstellung und Vorbeugung
Die Gesamtschau ermöglicht es dem traditionell ausgebildeten Arzt, drohende ernsthafte Erkrankungen wie z.B. Tumoren, Hirn- oder Herzinfarkt, Rheuma bereits im Vorfeld zu erkennen. Es ist seine Aufgabe, Entwicklungen in derartige Richtungen aufzuhalten oder abzuwenden. Ziel einer Behandlung ist also stets die Wiederherstellung der gesunden Funktionsabläufe , eine Früherkennung von Krankheitsentwicklungen und eine gesamtheitliche Krankheitsvorbeugung.

Qualifikation des Arztes
Voraussetzung für den Arzt ist, daß er Zugang zum Gedankensystem, der Geschichte und Kultur des alten China und Europa hat. Eine mindestens 6jährige intensive Ausbildung in TCM und TEM und mehrere Examen sind erforderlich. Erst mit diesen Qualifikationen kann der Arzt in diesen uralten medizinischen Traditionen verantwortlich tätig sein.

Nutzen der TCM-/TEM für Patienten
- Stabile Gesundheit durch optimal funktionierende   Selbstregulationsmechanismen:
  Wohlbefinden, Kraft, gutes Lebensgefühl, Freude, Stabilität
- Verminderte Krankheitsanfälligkeit
- Höhere Belastbarkeit und Stresstoleranz
- Optimale innere Ordnung: Erleben von mehr Freiheit, Leichtigkeit,   Kreativität und Intuition
- Entwicklung von Authentizität der Gesamtpersönlichkeit: Befriedigung,   Klarheit, Sinnhaftigkeit

TCM-Therapieverfahren
- Akupunktur (Körper - und Ohrakupunktur) und Moxa-Therapie
- Chinesische Arzneimitteltherapie (vorwiegend Heilpflanzen)
- Diätetik
- Tuina-Massage und Shiatsu
- Schröpfen und andere balneologische Verfahren
- Meditation

TEM-Therapieverfahren
- Europ. Arzneimitteltherapie (vorwiegend Heilpflanzen)
- Diätetik
- Meditation/Kontemplation
- Schröpfen und andere balneologische Verfahren

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